Schon bei der Besiedlung dürfte der aus dem Feistritztal ragende, hochwassersichere und weithin sichtbare Hügel eine hölzerne Kapelle zu Ehren des Hl. Nikolaus getragen haben. Es folgte ein steinernes Kirchlein im gotischen Stile, 1419 "sand Nicla" genannt, die der Vogtei der Herrschaft Kranichberg unterstand und 1614 abbrannte.
Von der nachfolgenden frühbarocken Kirche wurden 1709 durch Baumeister Remigius Horner Vorderkirche und Seitenkapellen neu erbaut. 1969 bis 1972 erfolgte eine vollständige Renovierung. Seit der großen Innenrenovierung 2011/2012 bereichert eine moderne Nikolausstatue des Künstlers Bernd Preisegger aus Graz den neu gestalteten Bereich im hinteren Kirchenschiff.
Torbogen
Neben dem reich gegliederten barocken Hochaltar enthält die linke Seitenkapelle den barocken Marienaltar, die rechte Seitenkapelle den aus der früheren Kirche stammenden, dem hl. Isidor geweihten, Renaissancealtar. Die Nebenaltäre sind der Hl. Barbara und dem Heiligen Florian geweiht. 1722 wird erstmals eine Orgel erwähnt.
Im Presbyterium steht der Hochaltar, gekrönt von einer Sonne und großen Krone, darunter das Ölbild der hlg. Dreifaltigkeit. Das Mittelbild unterhalb stellt den hlg. Nikolaus dar, links und rechts sind große Reiterfiguren der hlg. Martin, den Mantel einem knienden Knaben reichend, und St. Georg, den Drachen tötend. Peter Rosegger schrieb im Büchlein „Als ich noch Waldbauernbub war“ vom stolzen Kriegsmann mit Helm und Busch und kohlschwarzem Schnurbartlein, der sein breites funkelndes Schwert gezogen hat und seinen Mantel entzweischneidet. Zu Füssen des Rosses kauert eine Bettlergestalt in Lumpen – die Mutter erzählte ihm die Legende, worauf er daheim sein Röckchen einem alten schlafenden Bettler schenkte, den er für den Herrgott heilt. Das goldene Tabernakel wird von 4 Putti geziert. Vorn steht ein Volksaltar mit einem kleinen Kruzifix.
Zwischen Presbyterium und den Seitenkapellen steht links auf einer mit 2 Puttiköpfen verzierten Säule wie in der frühen Kirche die Madonna mit Kind im Strahlenkreuz und trauernder Muttergottes, darüber wie bei der Madonna das zarte Fresko eines Baldachins.
Bei der Kanzel sind die 4 Evangelisten dargestellt. Die 12 lebensgroßen Apostelfiguren stammen von Johann Michael Leger. Über den Kirchenbänken befinden sich die Kreuzwegbilder.
Pfarrkirche
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